Hofmeister Kraut
Space Drive Space Drive 2.8

Autonomes Fahren braucht funktionale Sicherheit in allen Bereichen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut war im Paravan Mobilitätspark in Pfronstetten zu Besuch

„Einsteigen, Ziel nennen, hinfahren“ - bis die Vision des autonomen Fahrens in unserer Lebenswirklichkeit endgültig angekommen ist, sind noch dicke Bretter - vor allem in Punkto Sicherheit - zu bohren. Schon heute ist das eines der meistdiskutierten Themen unserer Zeit. Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut informierte sich bei einem Besuch im Mobilitätspark der Paravan GmbH in Pfronstetten - Aichelau über die innovativen Entwicklungen der schwäbischen Tüftler – von der Behindertenmobilität, über Hintergründe zum autonomen Fahren, besonders in Bezug auf die funktionale Sicherheit der relevanten Übertragungssysteme wie Gas, Bremse und Lenkung, bis hin zu zukunftsweisenden Mobilitätskonzepten.

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Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut in einem Fahrzeug mit Steer-by-Wire Technologie.

„Nirgendwo auf der Welt findet sich auf so engem Raum eine solche Konzentration von Know-how bei der Fahrzeugentwicklung wie in Baden-Württemberg. Digitalisierung und autonomes Fahren einerseits sowie veränderte Mobilitätsanforderungen und Nutzergewohnheiten andererseits stellen aktuelle Herausforderungen an die Branche, die Mobilität neu zu erfinden. Gleichzeitig eröffnet dieser Wandel aber auch sehr gute Chancen für neue Technologien und Geschäftsmodelle. Die Paravan GmbH ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie unsere mittelständische Industrie durch Innovationsstärke und hochqualitative, sichere Produkte und Dienstleistungen Marktpotenziale hebt. Genau damit gestalten unsere Mittelständler aktiv den Transformationsprozess in der Branche mit und sichern hochwertige Arbeitsplätze“, sagte die Ministerin bei dem Besuch.

Mit dem Drive-by-Wire-System „Space Drive II“ bietet Paravan ein vollredundantes System zur Steuerung von Gas, Bremse und Lenkung, das nach den höchsten Qualitäts- und Fertigungsrichtlinien zertifiziert ist und über eine TÜV- bzw. Straßenzulassung verfügt.

Roland Arnold, CEO der Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG

„Mit dem Drive-by-Wire-System „Space Drive II“ bietet Paravan ein vollredundantes System zur Steuerung von Gas, Bremse und Lenkung, das nach den höchsten Qualitäts- und Fertigungsrichtlinien zertifiziert ist und über eine TÜV- bzw. Straßenzulassung verfügt“, informiert Paravan-Geschäftsführer Roland Arnold im Rahmen des Betriebsrundgangs. Damit ist es für das autonome Fahren in Stufe 4 und 5 – vollautomatisiert bzw. fahrerlos – sofort einsetzbar. In der Behindertenmobilität sind diese Redundanzen schon immer zwingend nötig. „Ein Behinderter ohne intakte Gliedmaßen oder mit einem hohen Querschnitt kann im Ernstfall nicht einfach in das Lenkrad greifen“, erklärt Arnold.

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Spätestens seit den schweren Unfällen im Zusammenhang mit autonomem Fahren, rückt dieSicherheitsproblematik in den Vordergrund. Im Paravan Mobilitätspark werden Prototypen, Versuchsträger und Showcars namhafter Automobilhersteller und Zulieferer mit SPACE DRIVE II ausgestattet. „Ein zentraler Bestandteil des Systems ist das Schnittstellenmanagement zwischen Sensorik, Fahrintelligenz und Drive-by-Wire Technologie, über das Anbieter unterschiedlichster Sensorik und Fahrklassen auf das System zugreifen können“, sagt Andreas Frisch, Strategie und Management der Paravan GmbH. „Das macht es einzigartig für Entwickler, die so auf ein straßenzugelassenes System zurückgreifen können.“

Im Mittelpunkt des Besuchs stand die von Paravan entwickelte Mobilitätsplattform „Motionboard“, welche ganz ohne Lenksäule auskommt. „Hier wurde die Drive-by-Wire-Technologie konsequent weiterentwickelt und mit der entsprechenden Elektronik und Sensorik für das autonome Fahren ausgestattet“, erklärt Arnold, der zwischen Aichelau und Pfronstetten eine eigene Teststrecke einrichten möchte. Die Gespräche mit den Behörden laufen bereits. Das Fahrzeug dient Paravan zur Weiterentwicklung der eigenen Technologien, auch mit Blick auf die Behindertenmobilität. „Das autonome Fahren wird diesen Bereich tiefgreifend verändern“, so der Geschäftsführer. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig. Die Plattform kann gleichermaßen im innerstädtischen Nahverkehr, im Bereich Tourismus als People- oder in der Industrie als Cargomover eingesetzt werden.

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Anke Leuschke