Bundestagsabgeordneter Thomas Bareiß und Roland Arnold im Gespräch

Autonomes Fahren - Technologiezentrum auf der Alb

Thomas Bareiß (CDU) besucht den PARAVAN und Schaeffler Paravan Technologiestandort in Pfronstetten-Aichelau. Weitere Standorterweiterung in Hohentengen geplant.

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Thomas Bareiß, CDU, informierte sich über Zukunftstechnologien der Automobilindustrie und machte zu diesem Zweck auch einen Zwischenstopp im Mobilitätspark Pfronstetten-Aichelau. Dabei ging es neben den zukunftsweisenden Entwicklungsleistungen des Joint Ventures Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG auch um die geplanten Erweiterungen am Standort Aichelau sowie um die Erweiterungspläne am Standort Hohentengen.

Thomas Bereiß in der Rennabteilung
Von links: Thomas Bareiß, CDU, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Gespräch mit Geschäftsführer Roland Arnold

"Elektromobilität und autonomes Fahren, das sind zwei Themen, die uns vorantreiben. Die Innovationskraft, die ich hier, mitten in der Region Neckar-Alb erleben konnte, beeindruckt mich wirklich sehr", sagte Thomas Bareiß, der am Vormittag bereits zwei große Automobilzulieferer, die im Bereich der Elektromobilität aktiv sind, besucht hatte. "Wir haben hier eine große Chance den Vorsprung weiter auszubauen und somit Technologieführer in diesen Bereichen zu bleiben." In diesem Zusammenhang machte sich der parlamentarische Staatssekretär ein Bild vom Standort Aichelau sowie von den aktuellen Plänen am Standort Hohentengen und zeigte sich beeindruckt.

 

„Hier wird die Zukunft mitentwickelt“, sagte Roland Arnold, Geschäftsführer und Gründer der PARA-VAN GmbH sowie der Schaeffler Paravan GmbH & Co. KG. „Space Drive ist eine Schlüsseltechnologie, um autonomes Fahren sicher auf die Straße zu bringen.“ Bereits seit 20 Jahren beschäftigt sich der Unternehmer mit multiredundanten elektronischen Fahr- und Lenksystemen und hat aus der Behindertenmobilität heraus ein Fahr- und Lenksystem entwickelt, das heute als Schlüsseltechnologie für das autonomen Fahren in Level 5 gilt: Space Drive. Das System wird seit 2018 in der Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG weiterentwickelt und in die Serienproduktion gebracht.

Elektromobilität und autonomes Fahren, das sind zwei Themen, die uns vorantreiben. Die Innovati-onskraft, die ich hier, mitten in der Region Neckar-Alb erleben konnte, beeindruckt mich wirklich sehr.

Thomas Bareiß, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, CDU

Neben einer Erweiterung am Standort Aichelau, wo am Ortsrand bis zum Sommer das „Mobility Innovation Center“ der Schaeffler Paravan Technologie entstehen soll – ein neues Entwicklungszentrum mit erweiterten Test- und Prüfmöglichkeiten vor Ort – ist auch eine Standorterweiterung in Hohentengen geplant. Bereits heute testet die Schaeffler Paravan Technologie GmbH & Co. KG regelmäßig ihre Technologieträger auf dem Flugfeld in Mengen, bevor es in den realen Testeinsatz geht, sei es auf der Straße oder auf der Rennstrecke. In diesem Jahr ist Space Drive auch im Reglement der DTM verankert. Mindestens zwei Schaeffler-Paravan-Technologieträger, ein Mercedes AMG GT3 sowie ein BMW M6 GT3 - ausgestattet mit Space Drive und ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkeinheit und Lenkgetriebe – werden an den Start gehen.

Impressionen

Besuch Thomas Bareiß Schaeffler Paravan 01
Besuch Thomas Bareiß Schaeffler Paravan 02
Besuch Thomas Bareiß Schaeffler Paravan 04
Thomas Bareiß besucht Schaeffler Paravan in Aichelau
Besuch Thomas Bareiß Schaeffler Paravan 05
Besuch Thomas Bareiß Schaeffler Paravan 06

Das angrenzende Kasernengelände in Hohentengen im benachbarten Landkreis Sigmaringen bietet dazu die optimalen Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Industrieansiedlung. „Die Infrastruktur, um ein Forschungs- und Technologiezentrum für das autonomes Fahren zu erreichen, ist ausgezeichnet“, sagt Roland Arnold, der bereits Gebäude auf dem Gelände angemietet hat. Auf dem 85 Hektar großen Gelände soll ein „Campus der Zukunft entstehen“, beschreibt er seine Vision: ein „Silicon Airfield“. Geplant ist, auf dem abgeschlossen Gelände gemeinsam mit dem Eigentümer des Geländes ein Testfeld für autonomes Fahren zu errichten. Dort können die mit Space Drive ausgerüsteten Fahr-zeuge nicht nur allein, sondern im Verbund miteinander getestet werden. Es soll ein Campus für Zulieferer und OEMs entstehen, die dann fachübergreifend am Projekt „Autonomous Driving“ arbeiten und entwickeln können – vor allem auch mit Blick auf Entwicklungen, die im Bereich künstliche Intelligenz zu suchen sind. Hier könnte eine kleine Stadt entstehen, in der an der Zukunft des Automobils gemeinsam getüftelt wird“, so Arnold.

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Anke Leuschke